Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 17,7 Millionen Liter* Scotch Whisky importiert, 3,9 % mehr als im Jahr zuvor. Allerdings waren die Einfuhrzahlen der Blended Whiskys und der Single Malts Whiskys gegenläufig.
Whisky-Import: Zunahme bei den Blends, Rückgang bei den Single Malts
Die Einfuhr von Blended Scotch Whisky stieg auf knapp 13 Mio. Liter. Damit lag der Import um 9,7 % höher als 2024 und immerhin noch um 3,8 % höher als im bisherigen Rekordjahr 2022.
Ganz anders bei den durchweg höherpreisigen Single Malt Whiskys. Deren importierte Menge von 2,7 Mllionen Litern bedeutet einen Rückgang um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr und sogar um 41,8 % gegenüber 2022. Allerdings war 2022 das Jahr, in dem mit insgesamt 19,2 Millionen Litern mehr schottischer Whisky importiert wurde als jemals zuvor.
Anteil der Blended Whiskys stieg auf 73 %
Der stärkere Rückgang der Importe bei den Single Malts gegenüber den Blends wirkte sich auch auf deren Anteile am Whisky insgesamt aus. Mehr als 73 % aller importierten schottischen Whiskys sind inzwischen Blended Whiskys. Nur noch 15,5 % der importierten Scotch Whiskys sind Single Malts. 2022 lag der Anteil der Single Malts noch bei 24,6 %.
Die übrigen beiden Whiskysorten, Blended Malts und Single Grain Whiskys, spielen mit zusammen 11 % Anteil nur eine untergeordnete Rolle.
Whisky-Export: Deutschland international auf Platz 4
Nach den Angaben der Scotch Whisky Association (SWA) sank Schottlands Export von Whisky mengenmäßig weltweit um 4,3 % auf umgerechnet 1,34 Milliarden 0,7 Liter-Flaschen.
Aufschlussreich sind die Export-Daten nach Ländern. Den Angaben der SWA zufolge wurden 2025 umgerechnet rund 59 Millionen Flaschen Scotch nach Deutschland exportiert, ein Plus von 5,8 % gegenüber 2024. Damit stieg Deutschland im Ranking der größten Exportländer für schottischen Whisky innerhalb eines Jahres von Platz 6 auf Platz 4. An erster Stelle steht unverändert Indien (+15%), gefolgt von Frankreich (-14%) und den USA (-9%).

Single Malts – teuer, aber genussvoll
Scotch Whisky ist eine hochwertige Spirituose, die sich in Deutschland insgesamt wachsender Beliebtheit erfreut. Die unterschiedlichen Preisentwicklungen führen allerdings zu einer Verschiebung zu den meist günstigeren Blended Whiskys.
Doch auch wenn ihre Importzahlen rückläufig sind: für die meisten Liebhaber bleiben die Single Malts die Whiskys mit der größten Intensität und Komplexität an Aromen. Und genau deshalb bevorzuge ich Single Malt Scotch Whiskys, denn sie machen jedes Tasting in meiner Whiskybar zu einem Hochgenuss.
Na denn: Slainte Mhath!
Quelle:
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Datenbank Genesis-online, Außenhandelsstatistik; Stand: 28.4.2026. Vorläufige Ergebnisse. – Datenbank-Recherche und eigene Berechnungen.
© Scotch Whisky Association: Scotch Whisky Exports to United States down 15% since tariffs implemented. http://www.scotch-whisky.org.uk, 12 February 2026.
*besondere Maßeinheit: Liter reinen Alkohols (lAlk. 100%)

